abtauchen

Wer kennt es nicht, das Gefühl, alles ist zu viel, am liebsten weg sein, es reicht, genug, abtauchen, jetzt, sofort, weit weg, ziemlich weit weg. Noch weiter! Strand wäre schön, Sonne sowieso, weiß getünchte Häuser und …

Träume. Ist schon klar. Zumal das mit dem Strand sowieso bald Geschichte ist, entweder ist er mit Plastikmüll übersät oder aber vom immer weiter steigenden Meeresspiegel überflutet. Aber so fühle ich mich im Augenblick, ich will abtauchen. Ich schaue die Nachrichten, höre einige politische Podcasts, lese meine Zeitungen und denke, was ist mit dieser Welt bloß los. Trumpel steht vor seiner Wiederwahl, wie ist das nur möglich? Frankreich driftet nach rechts, aber nicht nur Frankreich, etliche Länder folgen und die Demokratie ist auf dem absteigenden Ast. Aber warum? Wie kann man ernsthaft einem solch … Menschen folgen wie dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten? Hört denn niemand hin? Nein, sagt mein geliebter Wandersmann, als Psychologe mit den aus den Fugen geratenen Hirnwindungen bestens vertraut, nein, es geht nicht um Hinhören, um Verstehen, um Logik schonmal gar nicht, es geht um den Bauch. Es wird behauptet, der Mensch sei vernunftgesteuert. Ist er aber nicht. Er lässt sich von seinen Gefühlen leiten und wenn man sich zu kurz gekommen fühlt, vergessen und vernachlässigt, dann…

…sind wir da, wo wir jetzt sind.

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Sagte Einstein. Und der musste es wissen. Aber ich kann nicht weg, also tauche ich in den Mittagsschlaf ab, da kann ich immerhin von meiner Sonneninsel träumen.

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