Die Tage des weißen Elefanten

Coronabedingt sitze ich zu Hause, also bei meinem Wandersmann, der wohnt im wunderschönen Kettwig und gerade wird es hell. Ich war schon mit dem Hund im Stadtwald, die Tasse Kaffee dampft neben mir und ich denke über meinen Beitrag nach, den ich gestern auf RaumWort veröffentlicht habe: das Leben im Vergessen.

Ich schreibe ein Buch über meine Familie und Alzheimer, es ist fast fertig, es fehlt noch das letzte Kapitel, es ist das schwerste Kapitel. Das verdammt schwerste Kapitel. Das Buch wird den Titel tragen: Die Tage des weißen Elefanten. Hört sich seltsam an, weiße Elefanten, gibt es die überhaupt? Ja, bei Alzheimer gibt es sie und noch viel mehr von solchen Dinge, die es nicht gibt, sie sind dort quasi normal.

Und was heißt nun coronabedingt? Also, wir sind „Sekundärkontakte“, wir sollten zu Hause bleiben, denn die Enkeline ist „Primärkontakt“ und muss zu Hause bleiben, sie ist in Quarantäne. Und die Zahlen steigen und steigen und alles wird wieder komplizierter und… nein, es ist derzeit wahrlich keine leichte Zeit.

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