Familienbesuch in London

Wenn ich diesen Teil der Familie besuchen möchte, dann muss ich immer fliegen, einfach so geht nicht und in Zeiten von Corona schonmal gar nicht. Zweimal schon verschoben, aber jetzt sind wir geflogen. Es ging erstaunlich leicht und erstaunlich gut, an beiden Flughäfen nichts los, fast alles hatte zu, alle trugen Masken, alle hielten Abstand, ich glaube, fliegen ist derzeit sicherer als einkaufen. Wirklich jetzt. Das Ein- und Aussteigen aus dem Flieger ging gesittet der Reihen nach, nicht wie sonst kaum gelandet knubbelte man sich schon im Gang, nein, eine kurze Erinnerung der Stewardess und alles setzte sich brav wieder und wartete, bis die Reihe aufgerufen wurde. Wirklich besser als im Supermarkt.

Trotzdem ist es weit weg und teurer als ein Busticket. Was schade ist, ich würde gerne viel öfter kommen und zum Beispiel kochen. Oder Arabisch bekocht werden, was noch schöner ist. Bzw. leckerer 😉

Ich mag London sehr, seit 1989 fliege ich nun schon hier hin. London ist mir ans Herz gewachsen. Und jetzt kommt der Brexit, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn England nicht mehr zu Europa gehört. Wie wird dann das Reisen? Kann man wie jetzt so einfach hier hin fliegen? Braucht man am Ende wieder ein Visa? Eine unmögliche Vorstellung! Warum nur musste es soweit kommen?

Ich mag derzeit nicht über Politik nachdenken, diese amerikanische Witzfigur, über die wir schon lange nicht mehr lachen können, hat mir so einiges verleidet. Ich lese gerade „Im Wahn – Die amerikanische Katastrophe“ und wenn man sich da durchgekämpft hat (es ist gut zu lesen, nur es ist schwer auszuhalten), dann wird einem erst so richtig bewusst, wie der amerikanische Alltag aussieht. Und dann vergeht einem so richtig das lachen.

Was ist nur los mit dieser Welt? Wann sind wir falsch abgebogen?

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