Rettungskapseln des Lebens

Der Tag der Abreise war ersehnt und doch nicht leicht. Ersehnt, weil wir mit der verantwortungslosen Grenzenlosigkeit gegenüber Kindern nicht klarkamen und es so schnell wie möglich beenden wollten, nicht leicht, weil Santvlught ein schöner Ort ist, an dem man bleiben möchte. Am letzten Abend saßen wir in dem wunderschönen Wohnzimmer, es war muckelig warm, der Rotwein schmeckte und es sollte uns eigentlich gut gehen. Uneigentlich waren wir höchst unzufrieden. Froh, dass es nun endlich nach Hause ging und traurig darüber, dass wir froh darüber waren 😉

Am Morgen erst mal ein kleiner Abschiedsrundgang

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und dann die anstrengende Fahrt nach Hause. Nein, so schön Santvlught ist, so schrecklich war der Urlaub. Nun sind wir wieder zu Hause und schütteln diesen ganzen Mist von uns ab. Gelingt relativ gut. Schön ist trotzdem anders 😉 aber nun gut, es ist, wie es ist.

Jetzt sitze ich in meiner kleinen Schreibwerkstatt und erledige allerlei Dinge, installiere überall das LanguageTool, was ich mir geleistet habe (wirklich richtig gut!), überlege mir einen neuen PodCast, der längst überfällig ist 😐 und mit welchem Schreibprojekt ich nun weiter mache. Und ein Buch möchte ich auf meinem RaumWortBlog auch noch besprechen. Alles schöne Dinge, die mir gefallen, die meiner Seele guttun.

Wenn man so will, dann kann man sagen, der Abschied von Santvlught war misslungen. Ja, das war er 😕 misslungen. Ich hatte mir vorgestellt, dort noch einmal intensiv an Sue zu denken, all unsere Urlaube Revue passieren zu lassen, ihre Liebe für das Meer vielleicht in einem längeren Blogbeitrag zu besprechen … stattdessen einfach nur Ärger und Enttäuschung. Und als Ergebnis Unkonzentriertheit. Frust.

Ich lasse das jetzt hinter mir. Es betrifft mich nicht mehr. Es gehört nicht zu meinem Leben.

So eine Rettungskapsel, korrekt heißt das: Freifallrettungskapsel, so für das Leben, das wäre es doch, wenn etwas zu viel wird, so richtig zu viel, so viel zu viel, dann ab in die Kapsel …

Man wird ja noch träumen dürfen … 😜

 

 

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Hallo Gabi,

    es tut mir leid, dass euer Urlaub so eine Wende genommen hat.

    Ich finde das großartig, wenn Ihr Gästekinder in euere „Erholungszeit“ mitnehmt!

    Mittlerweile weiß ich ja, dass Du mit dieser Technik ( genau wie ich auch ) groß geworden bist.
    Irgendwie haben uns aber der Idealismus und die Zukunftsvisionen von Damals überholt.

    Viele der jungen Eltern wissen erst seit Ihrem neuen I-Phone oder der blinkenden Anzeige ihres SUVs, dass es „Technik“ gibt … ohne aber zu wissen wofür!
    Wenn sich diese Menschen dann nur mit ihrer Karriere, Beauty-Produkten und „wo ist das nächste Nagestudio“ beschäftigen, ist der Werdegang der Kinder vorprogrammiert.

    Ich denke wir können das in unseren Familien noch handeln, aber global ist „Science-Fiction“ die neue „Realität“.

    James T. Kirk ist von seiner neusten Mission zurück, alles ist gut … 😉

    Ich wünsche Dir und Deinem Wandersmann noch viele schöne Tage in Zoutelande, erholt Euch von diesem „Urlaub“ und DANKE, dass Du Sue in Erinnerung behältst

    Gruß Peter

    1. Hallo Peter, danke für Deine Grüße! Also das war definitiv der letzte Urlaub dieser Art, das machen wir nicht nochmal, mit den Erziehungsfehlern anderer Leute im Urlaub auseinandersetzen, vielen Dank 🙁 Man kann in der kurzen Zeit ja auch nichts ändern, da bräuchte man mehrere Monate und das ist völlig unrealistisch. Du hast Recht, wir hatten mit „der Technik“ ursprünglich mal was anders vor… aber wie das im Leben so ist, wenn mit etwas Geld zu machen ist, macht man damit Geld. Der Tanz ums goldene Kalb währet ewig… 🙁

      Ich habe Ende der 80er Jahre Programmiererin gelernt, da war die Welt noch eine ganz andere… 😉

      Liebe Grüße zurück aus dem immer kühler werdenden Neanderthal!

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