Strandgedanken

Im Paradies steht die Zeit still, Corona trifft auch Cook Islands, ein völlig anderes Leben, als wir hier haben, oder doch nicht? Sonne, Sand und Meer satt, aber der Alltag sieht vielleicht gar nicht so anders aus, mit Arbeit, Aufträgen, Erledigungen, den kleinen und großen Sorgen, nur dass eben ständig die Sonne drauf scheint und man das Meer rauschen hört.

Träumt Ihr auch manchmal davon, dem Alltag zu entfliehen und ganz woanders zu leben, vielleicht wirklich am Meer, da, wo immer die Sonne scheint? Während meiner Krebsbehandlung habe ich ab und an gedacht, jetzt weglaufen… aber da der Krebs hinterhergelaufen wäre, war das irgendwie auch keine Option. 2015 schrieb ich bei meinen PortGeschichten

Ich laufe jetzt weg. Ich renne dem Krebs einfach davon. Richtung Sonne. Und da setze ich mich dann in einen Strandkorb und genieße die Wellen und den Sand und den Duft nach Sonnenöl und… dann höre ich Schritte im Sand, weil der Krebs nämlich hinterher gelaufen kommt.

Ich bin geblieben, ich bin nicht davon gerannt, abgesehen davon, dass es nichts geholfen hätte, gefällt es mir hier. So ist es ja nicht. Auch wenn es nicht immer leicht ist, mein alter Vater ist wieder hier eingezogen, er wird immer tüddeliger, meckert dann immer mehr und natürlich bin ich, wie immer, an allem Schuld 😉 Geduld ist gefragt, aber wo steht, dass immer alles leicht ist und zur Grundausstattung Palmen und Meeresrauschen gehört? Am Freitag heiraten der Wandersmann und ich. Das ist ein bisschen wie Paradies. Corona verhagelt auch uns die Feier, aber was hilft es. Wir heiraten trotzdem. Mein Wandersmann ganz traditionell im Kilt. Ach was freue ich mich. Und jetzt gehe ich mit dem Hund, dann bringe ich ihn zum Friseur, er soll nämlich hübsch sein, am Freitag, denn er kommt natürlich mit. Ja, ich freue mich wirklich.

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